LIVE-Bericht über die Schaumburg Classic 2004

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Freitag – 21.05.2004

Stadthagen -> Rodenberg -> Obernwöhren -> Obernkirchen -> Bad Eilsen -> Helpsen


Samstag – 22.05.2004

Bückeburg -> Schaumburg -> Apelern -> Steinhude -> Sachsenhagen -> Achum -> Bückeburg


Sonntag – 23.05.2004

Lauenau -> Apelern -> Rodenberg -> Bad Nenndorf

Freitag – 21.05.2004

Ein leichter Benzingeruch liegt in der Luft, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Die insgesamt 88 Rallye-Fahrzeuge, die hinter dem Landsbergschen Hof stehen, blitzen und erstrahlen in der Sonne. Teilweise könnte man glauben, diese Autos seien neu, denn gut gepflegt und bis ins Detail poliert präsentieren sich die bis zu 78 Jahre alten Autos und Motorräder auf der Schaumburg Classic.


Einige Schaulustige bestaunten schon ab 16 Uhr die Oldtimer.

Die Etappe

Pünktlich um 19 Uhr – einzeln begrüßt und angesagt von Rallyekoordinator Ralf Mahnert – starteten die ersten Oldtimer vom Stadthäger Marktplatz. Nach dem „Start frei“ Mahnerts schossen die bläulichen Abgaswolken aus den Fahrzeugen und die Oldtimer rollten nacheinander vom Stadthäger Pflaster. Einige Hundert Zuschauer verfolgten die Rallye auf dem Marktplatz und entlang der ersten Etappe. Teilweise organisierten die Schaulustigen „Bürgersteig-Partys“ entlang der Strecke. Mit Fotoapparaten, Ferngläsern, Grill, Gartenmöbeln und Bierkisten lauerten die Schaumburger den Rallyeteilnehmern auf der Strecke auf. Beim Passieren wurden die Fahrzeuge freudig durch Winken empfangen.


Mercedes 220 SEB Cabrio Baujahr 1964, Klaus Dickmann / Friesoythe

Die Strecke selber führte durch Rodenberg, Obernwöhren, über Obernkirchen und Bad Eilsen sowie Helpsen zurück nach Stadthagen. Das Wetter lud die Cabriofahrer unter den Rallyeteilnehmern zum „oben ohne“ Fahren ein, teilweise wurde die Abendsonne aber durch kleine Regenschauer gestört.

Über Felder und Serpentinen, durch Gassen und Täler führte die erste Etappe und bot einen ersten Ausblick auf die wunderschöne Schaumburger Landschaft. Da bei der Rallye nicht auf Zeit gefahren wurde, mussten die Teilnehmer Sonderprüfungen und Durchfahrtskontrollen entlang der Strecke ansteuern um Punkt zu sammeln. Die kniffeligen Aufgaben stellten die Rallyeteilnehmer auf die Probe. Eine Frage, die die Teilnehmer im Dorf Lyhren bei Rodenberg lösen mussten: „Hier finden Sie einen ungewöhnlichen Fliegenpilz in luftiger Höhe! Was steht über dem Eingang des Hauses, auf dem er zu finden ist?“.

An den von den Rallyehelfern errichteten Stationen waren dann kurze Zeit- und Gleichmäßigkeitsfahrten an der Reihe, in Obernkirchen konnte man einige Punkte beim Golfspiel „einlochen“. Weitere Geschicklichkeitsübungen warteten auf die Teilnehmer entlang der Strecke. Abgesehen von einer Panne, die sich kurz vor Helpsen ereignete, blieb alles ruhig: Hier platze der Kühlerschlauch eines Plymouth, die Rallye konnte jedoch am Samstag mit einem Opel A Kadett wieder aufgenommen werden.

Bis 23 Uhr trafen alle Teilnehmer mit Autos wieder auf dem Marktplatz ein, diese wurden mit einem Glas Sekt empfangen und stellten dann noch ihre Oldtimer zur Schau.

Das Rahmenprogramm

Auf dem Stadthäger Marktplatz hatten sich die Organisatoren ein buntes Unterhaltungsprogramm überlegt. Das Bob-Cat-Trio untermalte die ausgelassene Stimmung, auf der errichteten Bühne traten der Rock’n-Roll-Club Schaumburg, die Jazzdance Gruppe Kaleidoskop aus Wunstorf sowie die Petticoats & Co. auf. Trotz lausigen Temperaturen, nahmen noch viele an diesem Tagesabschluss teil, und stärkten sich nach dieser ersten Etappe mit einer Bratwurst.


Samstag – 22.05.2004

Die Etappen 2 und 3

Bei wunderschönem Sonnenschein und blauem Himmel starteten auch am Samstag die knapp 90 Fahrzeuge: Zur zweiten und dritten Etappe der Schaumburg Classic. Startpunkt dieses Mal: Der Marktplatz in Bückeburg. Die Organisatoren hatten sich dieses Mal für die zweite Etappe von Bückeburg nach Steinhude besondere Highlights überlegt (Gesamtlänge der Etappe 85 km). Dazu gehörte das Bogenschießen auf der Schaumburg und das Übersetzen der Oldtimer mit der Weserfähre. Zum Mittagessen kehrten die Oldtimer in Steinhude ein, um dort in den „Strandterassen“ wahlweise Schweinebraten oder Rotzungenfilet zu genießen. Die Zeitplanung erlaubte es, das leider durch Regenschauer durchsetzte Wetter am „Meer“ zu genießen und dann die dritte Etappe mit ca. 40 km anzutreten. Diese führte über Sachsenhagen, Niedernwöhren und Achum zurück nach Bückeburg.

Ball und Bankett

Vom Auto in den Anzug! Nach der Ankunft in Bückeburg überbrückte das Rahmenprogramm die Zeit bis zum Ball im Rathaussaal. Hierzu organisierten die Initiatoren um Ralf Mahnert und den Oldtimerstammtisch ein Drei-Gänge-Menü und anschließend ein großartiges Rahmenprogramm.

Durch das Spektakel führte Bauchredner und Entertainer Jörg Jará vom Variéte GOP Bad Oeynhausen. Vom Akrobatikakt der Artisten Andrea Beck in luftiger Höhe über dem Publikum im Rathaussaal bis hin zum Bauchtanz und zum Feuerspucken bot das GOP eine einzigartige Vorstellung. Diese wurde mit Chanons von Vera Skamira noch abgerundet.

 
Andrea Beck in luftiger Höhe

Nach feurigen und spannenden Darbietungen untermalte die Pop- und Jazzband „Mailando“ die nun tanzenden Teilnehmer, Sponsoren und Fans der Schaumburg-Classic.

Feuerspuckerin

Sonntag – 23.05.2004

Die 4. Etappe

Bei herrlichem Wetter starteten die Oldtimer zur vierten Etappe am Sonntag vom Rittergut I in Lauenau. Eigentümer Freiherr von Meysenbug begrüßte die Teilnehmer am Start und wünschte ihnen und ihren motorisierten Weggefährten alles Gute für die nächsten 25 km bis nach Bad Nenndorf. Die letzte Etappe der Schaumburg-Classic führte durch die wunderschöne Landschaften über Pohle, Apelern und Rodenberg.

Nachmittag mit Karosse und Musik

Im Kurpark Bad Nenndorf, wo dann die Fahrzeuge ausgestellt wurden, konnte ein großes Publikum die Oldtimer bewundern. Im gesamten Kurpark blitzten die polierten Karossen zwischen den grünen Parkanlagen. Während die Rallyeleitung geschwind alle Punkte für die Siegerehrung um 15:30 Uhr zusammenzählte, unterhielt die Jazzdance Gruppe „Kaleidoskop“, der Rock’n-Roll Club Schaumburg sowie die „Petticoats & Co“ die vielen Gäste.

Mit der zum Auto passenden Kopfbedeckung am Start